Bericht zur Unternehmensverantwortung 2013
Bericht Unternehmensverantwortung 2013
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City-Logistik für Chengdu

Im Jahr 2012 erhielt DHL Customer Solutions & Innovation von der Stadtverwaltung Chengdu den Auftrag, eine umfassende Studie durchzuführen, um für Chinas viertgrößte Stadt ein Logistikkonzept zu entwickeln. In Chengdu leben über 14 Millionen Menschen, die unter starker Luftverschmutzung, Verkehrslärm und dem allgegenwärtigen Verkehrsstau leiden.

Der Schwerpunkt der Analyse lag darauf, wie die Menschen in der Stadt möglichst effizient mit Konsumgütern versorgt werden können. Der daraus abgeleitete Plan umfasst die Neugestaltung logistischer Abläufe, städtebauliche Maßnahmen, technische Neuerungen in der Verkehrssteuerung und regulative Elemente.

Das Konzept wurde 2013 in die Detailplanung überführt. Es ist einerseits auf die spezifischen Anforderungen der Stadt Chengdu zugeschnitten und kann andererseits als Vorbild für City-Logistik-Konzepte in anderen Megastädten Chinas dienen. Ein ähnliches Konzept wurde für die Stadt Ningbo mit 7,6 Millionen Einwohnern erarbeitet.

Im Jahr 2025 wird es in China acht Megastädte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern und rund 130 weitere Millionenstädte geben.

Ein Hauptelement des City-Logistik-Ansatzes von DHL in Chengdu ist die Einführung multifunktionaler Umschlagzentren, die von mehreren Logistikunternehmen als Warendrehscheibe genutzt werden können. Gesteuert werden die Umschlagzentren und die Zulieferverkehre über eine zentrale IT-Plattform. Hochrechnungen zeigen, dass sich durch das Konzept und diverse andere Maßnahmen die Auslastung der Fahrzeuge in der City-Logistik von derzeit rund 40 Prozent auf 95 Prozent steigern lässt.

Als städtebauliche Maßnahme schlägt das Konzept vor, an neuralgischen Punkten den Individualverkehr, den Busverkehr und den Frachtverkehr über spezielle Trassen zu leiten und damit zu entflechten. Als regulative Maßnahme ist vorgesehen, dass die in der City-Logistik eingesetzten Fahrzeuge auch die Busspuren benutzen dürfen. Außerdem soll der Individualverkehr in typischen Anlieferzeitfenstern im Innenstadtbereich eingeschränkt werden.